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Die Arbeitswelt nach der Pandemie

Social Distancing, Maskenpflicht, Luftentkeimung, ständig neue Regelungen und Empfehlungen – alles Themen, die uns durch die Zeit der Corona-Pandemie tagtäglich begleitet haben.

Arbeitsplatz

14. September 2021

Ebenso wie viele Arbeitnehmer plötzlich mit dem Arbeiten von zuhause, oft am eigenen Küchentisch, konfrontiert waren. Wo wird jetzt eigentlich zu Abend gegessen, wenn auf dem Esstisch Laptop, Tastatur, Maus und zwei Bildschirme platziert sind?

Jetzt, wenn der überwiegende Teil der Arbeitnehmer wieder ins Büro zurück kommt, muss die Planung und Konzeption der Büroflächen neu überdacht werden. Unternehmen stehen grundsätzliche Veränderungen ins Haus. Es lassen sich deutliche Trends für die Arbeit nach der Pandemie ableiten.

1. Trennwandsysteme und Abstandsregeln

Zunächst sind schnelle und mobile Lösungen gefragt, die unkompliziert einsetzbar und mit dem Bestand kombinierbar sind. Um das virale Ansteckungspotential innerhalb der Arbeitsumgebung zu minimieren, ist einer der Ansätze, Flächen dünner zu besiedeln. Arbeitsinseln werden auseinander gezogen und ummöbliert, Trennwände auf den Tischen installiert oder Raumtrenner als Abschirmung im Raum integriert, um vor Tröpfcheninfektionen zu schützen. Wichtig hierbei ist die einfache Möglichkeit zur Reinigung und Desinfektion.

Ebenso gibt es planerische Ansätze, wie die von uns entwickelte Corona-Max-Planung, um maximale Personenanzahlen innerhalb der Räumlichkeiten zu ermitteln. Hieraus werden, aufgrund der baulichen Gegebenheiten der Bürofläche, Flächen sichtbar, wo die empfohlenen Abstände von 1,50m zwischen zwei Personen eingehalten und wo zusätzliche Maßnahmen, wie das Tragen einer Maske oder Trennwandsysteme, notwendig werden.

2. Home Office

Das Arbeiten von Zuhause. Zunächst aus der Not geboren, ist jetzt zur willkommenen Abwechslung zum Alltag im Büro geworden. Die Digitalisierung und Verbindung zum Unternehmen, sowie die damit verbundene Anschaffung passender Hardware musste im Zuge der Pandemie im Eiltempo vorangetrieben werden.

Zunächst für einen begrenzten Zeitraum angedacht, sind solche Anschaffungen immer eine Investition in die Zukunft eines Unternehmens. Das Arbeiten im Homeoffice wird zum Standard für Arbeitnehmer.

Bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes zu Hause muss ebenso viel Wert auf Ergonomie und Nutzerbedürfnisse gelegt werden, wie am fixen Arbeitsplatz im Büro.

3. Ortsunabhängiges Arbeiten mittels Cloudlösungen

Diese Form der Arbeit hat durch die Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen. Konferenz- Tools wie Teams oder Zoom helfen dabei, flexibel und von überall auf der Welt – vorausgesetzt das W-Lan funktioniert- sich austauschen und zu besprechen.

Remote-Zugänge zum firmeneigenen Server lassen das ortsunabhängige Arbeiten zu. Expertenmeinungen besagen, dass durch diese Form der Arbeit ein erheblicher Rückgang benötigter Büroflächen zu erwarten ist.

Diese Art der Online- Kommunikation hat auch zusätzliche Maßnahmen zur Akustikabschirmung im Büro zur Folge. Es müssen räumliche Rückzugsmöglichkeiten zur Videokonferenz geschaffen werden, um Kollegen im Open-Space nicht erheblichen Lärmbelastungen auszusetzen.

4. Kreative Raumtypologien

Die Zusammenarbeit und agile Nutzung der Büroflächen, abseits vom eigentlichen Arbeitsplatz, wird immer bedeutender. Gerade nach der Zeit im Homeoffice, spielt das Zusammenkommen mit den Kollegen wieder eine zentrale Rolle im Arbeitsalltag.

Neben offen gestalteten Coworking Areas, wo das Arbeiten im Team und an Projekten gefördert und unterstützt werden soll, wo externe Projektteilnehmer in die Arbeit integriert werden können, gibt es Bereiche zum konzentrierten und ungestörten Arbeiten, sogenannte Silent Spaces. Ebenso integriert werden in die Arbeitswelt der Zukunft Kommunikationsräume.

Hier findet bewusst die Kommunikation in medial perfekt ausgestatteten Räumlichkeiten für Online- Meetings statt.

5. Activity- Based Working

Mitarbeitern werden zukünftig immer mehr eine unkonventionelle, differenzierte und abwechselnde Umgebung für ihre Arbeit aufsuchen, jeweils passend zur aktuellen Aufgabe. Das Büro muss so geplant und gestaltet sein, dass der Mitarbeiter die jeweils stimmige Umgebung zu seiner Arbeit aufsuchen kann.

New Work Ansätze spielen eine wichtige Rolle. Coworking Flächen, Kreativbereiche, Work Cafés, Bibliotheken und Lounges sind charakteristisch für die Bürolandschaft von morgen und steigern die Mitarbeitermotivation und den Innovationsgeist.

6. Hybride Meetings

Videokonferenzen statt Besprechungen vor Ort, Kommunikation wurde in die digitale Welt verlegt, Geschäftsreisen gehörten der Vergangenheit an. Um Online-Meetings und Webinare ebenso effektiv zu gestalten, wie Termine vor Ort, benötigt es Räumlichkeiten, die mit der passenden Medientechnik ausgestattet sind.

Hierzu zählen Raummikrofone und Videokameras, die es zulassen, zu den physisch anwesenden Teilnehmern, virtuelle Teilnehmen in optimaler Bild- und Tonqualität hinzuzuschalten.

7. Stauraum wird weniger

Durch die Arbeit aus dem Homeoffice, Remote-Work und die damit verbundene digitale Veränderung innerhalb der Unternehmen, wird der Bedarf an physisch vorhandenem Stauraum erheblich reduziert. Daten werden digital verschickt und auf dem Server abgelegt, es wird nicht jedes Dokument gedruckt und in Papierform abgelegt und archiviert. Mitarbeiter haben somit die Möglichkeit, ortsunabhängig auf Dokumente zugreifen zu können.

Die klassischen Schrankanlagen verschwinden immer mehr aus der Bürolandschaft und machen Platz für Spindanlagen, in denen persönliche Dinge zentral und unabhängig vom Arbeitsplatz verstaut werden können.